Ein Land. Eine Rebsorte. Sieben Jahrgänge. Oder einfach Käse.
Wer unseren Veranstaltungskalender anschaut, könnte sich fragen, warum wir es nicht einfacher machen. Ein Tasting pro Monat, immer nach demselben Muster – das wäre deutlich weniger Aufwand.
Wir machen es trotzdem anders.
Nicht, weil wir Abwechslung um der Abwechslung willen suchen. Sondern weil Wein so viel mehr kann, wenn man ihn aus verschiedenen Perspektiven betrachtet.
Und weil nicht alle mit derselben Frage zu einer Weinverkostung kommen.

Weil nicht alle mit derselben Frage kommen
An einem Abend sitzt jemand am Tisch, der zum ersten Mal bewusst verkostet und wissen möchte, was trocken eigentlich von feinherb unterscheidet.
Am nächsten Abend sitzt dort jemand, der seit Jahren Riesling trinkt und nur eine Frage mitbringt:
Wie schmeckt der 2010er heute?
Beide sollen einen guten Abend haben. Nur funktioniert dafür nicht dasselbe Format.
Ein Einsteiger-Tasting, das sofort in die Tiefe geht, kann überfordern. Eine Raritätenprobe, die bei den Grundlagen anfängt, kann langweilen.
Deshalb bauen wir unser Tasting-Programm in Hilden nicht einfach nach Weinen auf, sondern nach Fragen. Und die sind nun einmal verschieden.
Durch unsere Tastings führt dabei immer unser eigener Sommelier. Er kennt unsere Weine, unsere Winzer und die Geschichten hinter den Flaschen – und kann genau dort tiefer einsteigen, wo die Fragen unserer Gäste entstehen.

Ein Land, ein Abend
Das ist vielleicht der einfachste – und oft der schönste – Einstieg.
Wir bleiben einen Abend lang in einer Region und entdecken dabei etwas, das man aus einzelnen Flaschen nur schwer versteht: Jedes Weinland hat seine eigene Handschrift.
Mal geht es durch Spanien, mal ausschließlich um österreichische Weine oder wir verbinden Italien mit gutem Essen und einer passenden Pinsa.
Solche Weinproben in Hilden brauchen kein Vorwissen.
Es reicht, neugierig zu sein.
Unser Sommelier führt durch die Weine, erklärt Zusammenhänge und gibt den Gästen dabei genug Raum, selbst zu entdecken.
Denn wir möchten nicht, dass ihr am Ende des Abends zehn neue Fachbegriffe auswendig könnt.
Wir möchten, dass ihr einen Unterschied schmeckt.
Eine Rebsorte – oder zwei nebeneinander
Unser Lieblingsformat, ehrlich gesagt.
Denn hier bleibt besonders viel hängen.
Ein Chardonnay-Tasting zeigt, wie viele Gesichter eine einzige Rebsorte haben kann. Und sobald zwei Weine gleichzeitig im Glas stehen, braucht es oft gar keine große Erklärung mehr.
Der Unterschied ist einfach da.
Pinot Noir und Spätburgunder sind botanisch dieselbe Rebsorte – und trotzdem können Herkunft, Klima und Kellerhandschrift daraus ganz unterschiedliche Weine machen.
Solche Vergleiche sind für uns einer der schönsten Wege, den eigenen Geschmack kennenzulernen.
Man muss nicht immer wissen, warum einem ein Wein besser gefällt. Man merkt es.
Und genau an diesem Punkt wird Wein für uns spannend.
Mit dem Winzer am Tisch
Manchmal laden wir die Menschen ein, die den Wein selbst gemacht haben.
Wenn ein Winzer erzählt, warum er einen Jahrgang früher gelesen hat als geplant oder was eine bestimmte Lage so besonders macht, wird aus einer Weinprobe schnell ein Gespräch.
Und plötzlich kann man all die Fragen stellen, die in keinem Weinbuch stehen.
Auch an diesen Abenden bleibt unser eigener Sommelier dabei und begleitet euch durch die Verkostung. Er verbindet die Geschichten des Winzers mit den Weinen im Glas und sorgt dafür, dass der Abend nicht zum Vortrag wird.
Genau deshalb pflegen wir unsere Kontakte zu den Weingütern so intensiv – an der Mosel genauso wie im Douro oder in anderen Weinregionen, die uns interessieren.

In die Tiefe: Jahrgänge und Raritäten
Bei einer vertikalen Weinprobe stehen mehrere Jahrgänge desselben Weins nebeneinander im Glas.
Man schmeckt, was Zeit mit einem Wein macht.
Das ist eine der spannendsten Arten, Wein zu erleben – und gleichzeitig die Verkostung mit dem größten Vorlauf. Denn manche Flaschen lassen sich nicht einfach nachbestellen, wenn sie einmal ausgetrunken sind.
Diese Abende richten sich an alle, die schon ein paar Verkostungen erlebt haben und noch etwas tiefer einsteigen möchten.
Unser Sommelier ordnet die Jahrgänge ein, erzählt von den Besonderheiten der einzelnen Weine und gibt euch gleichzeitig den Raum, selbst zu vergleichen.
Denn gerade bei solchen Verkostungen gibt es selten nur eine richtige Wahrnehmung.
Wenn Essen dazukommt
Käse, Trüffel, Sushi, Raclette – das klingt zunächst nach einer bunten Mischung. Eigentlich steckt dahinter immer derselbe Gedanke:
Ein Wein verändert sich, sobald etwas dazu auf dem Teller liegt. Manchmal nur ein wenig. Manchmal so deutlich, dass man das Glas kaum wiedererkennt.
Wer das einmal erlebt hat, kauft Wein danach vielleicht ein bisschen anders ein.
Und ganz nebenbei gehören diese Abende zu den entspanntesten. Man sitzt länger, redet mehr und muss überhaupt nichts wissen.
Unser Sommelier begleitet die Weine und zeigt, was passiert, wenn Essen und Wein aufeinandertreffen. Der Rest entsteht meistens ganz von selbst.

Und manchmal geht es einfach um den Abend
Nicht jede Veranstaltung muss etwas beibringen.
Manchmal darf der Wein einfach Teil eines schönen Abends sein.
Ein Sundowner auf der Terrasse. Ein Abend im Sommer. Ein Valentinstag, an dem auch Singles ihre eigene Edition bekommen. Oder ein Januar-Tasting, bei dem ausschließlich alkoholfreie Weine im Glas stehen.
An solchen Abenden bildet der Wein den Rahmen – und nicht den Lehrplan.
Auch hier gilt: Unser Sommelier ist dabei, aber nicht mit erhobenem Zeigefinger. Es darf gelacht, gefragt, diskutiert und natürlich einfach getrunken werden.
Eure eigene Weinprobe
Und wenn in unserem Veranstaltungskalender einmal nichts dabei ist, das genau zu euch passt?
Dann machen wir eure eigene Weinverkostung in Hilden.
Fünf bis sieben handverlesene Weine, begleitet von unserem eigenen Sommelier, und auf Wunsch mit passendem Menü, Fingerfood oder einer anderen kulinarischen Begleitung.
Für die Freundesrunde, als Firmenevent, für einen besonderen Anlass oder auch als Geschenk.
Dabei fragen wir tatsächlich ziemlich viel, bevor wir anfangen zu planen:
Wer kommt? Was trinkt ihr normalerweise? Gibt es ein bestimmtes Thema? Und soll der Abend eher lehrreich oder eher gesellig werden?
Beides geht. Nur eben nicht immer gleichzeitig.
Warum es dasselbe Tasting nie zweimal gibt
Das ist am Ende der eigentliche Grund für die ganze Vielfalt.
Ein Thema darf bei uns ruhig wiederkommen. Ein zweiter Chardonnay-Abend, noch eine Reise durch Spanien oder wieder ein Tasting mit Käse.
Der gleiche Abend wird es trotzdem nie.
Jahrgänge gehen zur Neige. Raritäten sind irgendwann ausgetrunken. Und was wir zwischendurch bei unseren Winzern entdecken, stand im Jahr davor vielleicht noch gar nicht zur Verfügung.
Zwei Spanien-Abende können dieselbe Überschrift tragen und trotzdem sieben völlig unterschiedliche Weine im Glas haben.
Vor allem aber sind es andere Menschen.
Unsere Weinverkostungen in der Vino Vista sind bewusst klein gehalten. Und in einer solchen Runde macht es einen enormen Unterschied, wer am Tisch sitzt.
Welche Fragen gestellt werden. Worüber gelacht wird. Welcher Wein plötzlich alle begeistert – und welcher die Runde spaltet.
Es kommt regelmäßig vor, dass ein Abend eine ganz andere Richtung nimmt, als wir ihn geplant hatten.
Und meistens sind genau das die besten Abende.

Ein Tasting ist kein Programm
Ein Tasting ist eben kein Programm, das einfach abläuft.
Es ist ein Abend, der entsteht.
Mit Wein im Glas, Menschen am Tisch und unserem eigenen Sommelier, der euch durch die Verkostung begleitet.
Schaut in unseren Veranstaltungskalender und entdeckt, welche Weinproben und Tastings in Hilden als Nächstes bei uns stattfinden.
Oder sprecht uns an, wenn ihr eure eigene Weinverkostung plant.
Wir freuen uns auf euch!
Übrigens: In den nächsten beiden Wochen zeigen wir euch hier, wie ihr selbst verkostet – ganz ohne Prüfungsangst.